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Am 02.01.2003 erschien in der "Celleschen Zeitung (CZ)" ein großer Artikel über unsere Gemeinde, die Celler Jesus Freaks. 

Der Autor des hier im Wortlaut und mit allen zugehörigen Bildern wiedergegebenen Artikels ist Thorsten Leonhardt. Die Wiedergabe dieser Reportage besagt nicht, dass die Jesus Freaks Celle mit allen enthaltenen Aussagen einverstanden sind. Die Stellungnahme (!) findet ihr unten angefügt!


VORWERK. Die Mailboxansage ist etwas merkwürdig. Eine Stimme verkündet, ich müsse nicht wissen, wo der Eigentümer dieses Handys gerade ist, was ich aber unbedingt wissen müsse ist, dass Jesus mich liebt und für mich gestorben ist. Das Band gehört zu einem Anhänger der Jesus Freaks. Jeden Sonntag um 16 Uhr feiern sie in einer Lagerhalle in der Nähe des Garßener Tierheims eine Andacht der etwas anderen Art.


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Der Parkplatz vor der „Kirche“ ist voll. Trotz der eisglatten Straßen scheuen die Jesus Freaks keine langen Wege, um an ihrem Gottesdienst teilnehmen zu können. Nicht nur aus Celle kommen die Gläubigen – Gifhorner, Peiner und sogar Hildesheimer Autokennzeichen deuten auf die weite Anfahrt einiger Jesus Freaks hin.

Die Halle in der Ströherstraße sieht aus wie der Proberaum einer Celler Nachwuchsband. Die Wände des etwa einhundert Quadratmeter großen Saales sind mit Grafittis und Transparenten geschmückt. Als Raumteiler dient ein Tarnnetz, an dem, wegen des Weihnachtsfestes, eine Lichterkette hängt.

Laute Musik zur Einstimmung

Gerd Jahnke, der Prediger der Jesus Freaks, stimmt sich mit lauter Musik auf seinen Auftritt ein, auf seinem Pulli steht groß und breit „Jesus Terror Force“. Zunächst betritt jedoch Eddy Ewert die Bühne. Er organisiert zusammen mit Jahnke die Andachten. „Seid Ihr bereit für die Dröhnung des Herrn?“, fragt Eddy mit einem Blick in die Runde und greift ohne eine Antwort abzuwarten zu seiner elektrischen Gitarre. Begleitet von seinem Schlagzeuger spielt Eddy nun das Lied „Open up the heaven's gate for me“. Der Text wird mittels Diaprojektor an die Wand gestrahlt, einige Jesus Freaks singen laut mit.


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„Geht ab für den Herrn“

Zwischendurch wird die Musik leise und Eddy sagt, was er gerade denkt: „Du gehörst auf den Thron, Jesus, wir beten Dich an.“ Bevor Eddy erneut die Saiten seiner Gitarre streicht, fordert er die Gemeinde auf, aufzustehen und zu tanzen. „Geht ab für den Herrn“, brüllt er ins Mikrophon, und beim nächsten Lied ist die Stimmung bei der Andacht der Jesus Freaks wie bei einem Rockkonzert. Es wird getanzt und mitgesungen, andere wiederum gehen aber einfach nur in sich und lassen die Musik auf sich wirken.

„Die Texte schreiben wir nicht alle selber“, gibt Eddy zu. „Bei den Hamburger Jesus Freaks sind einige, die sehr viel Talent dazu haben, von denen übernehmen wir die meisten Stücke, die wir hier spielen.“ Zwischendurch spielt Eddy immer wieder leisere Passagen und spricht mit Gott: „Ich möchte für Dich brennen, Herr. Ich will eine Fackel für Dich sein. Ich will Dein Licht in die Welt hinaustragen.“

Unorthodoxer Gottesdienst

Die unorthodoxe Art, in der die Jesus Freaks ihre Andachten veranstalten, mag für viele auf den ersten Blick blasphemisch wirken, doch man muss nicht lange zuhören, um zu merken, dass sie es wirklich ernst meinen mit dem, was sie sagen. Die Jesus Freaks glauben an Gott, nur zeigen sie es in anderer Form als in einem normalen Gottesdienst.

Zwischen dem musikalischen Teil und der Predigt kommt ein junger Mann mit rot gefärbten Haaren zusammen mit seiner Freundin auf die Bühne. Sie erzählt von einem Treffen in Peine, das sie vor ein paar Wochen besucht hatte: „Wir haben uns an so einem Wald getroffen und wollten Gott suchen. Wir hatten keinen Plan, wo wir ihn finden könnten, aber er hat es wohl gespürt, hat uns gefunden und sich an den Kopf der Gruppe gesetzt. Wir sollten so etwas jetzt öfter machen, denn Gott war einfach da und hat versprochen, dass er wiederkommt.“


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Dann betritt Prediger Gerd Jahnke die Kanzel, das Thema seiner Predigt ist das Gebet. Er ruft dazu auf, nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Freunde und seine Gemeinde zu beten. „Ihr habt nichts, weil ihr nicht darum bittet“, erklärt Jahnke, „ihr müsst vor Gott im Gebet darum ringen. Das Gebet muss die Grundlage für alles sein, es ist eine Waffe, die Gott uns hier auf der Erde gegeben hat. Alles steht hier in der Bibel, wenn ihr es findet, dann nagelt Gott im Gebet darauf fest, und er wird es euch geben. Da steht der drauf. So steht es im Korintherbrief.“ Erstaunlich schnell finden die Jesus Freaks in ihrer Bibel die besagte Stelle, und ein flüchtiger Blick auf die Seiten der Heiligen Schrift lässt erkennen, wie intensiv sich die Gläubigen mit ihrer Religion beschäftigen. In verschiedenen Farben sind bestimmte Textpassagen des Buches markiert Vers für Vers, Psalm für Psalm, Seite für Seite.

Alles steht in der Bibel

Jahnke zieht die Jesus Freaks mit. Seine Predigt ist nicht bis auf das letzte Komma ausgetüftelt, die Sprache nicht gestriegelt, sondern bodenständig und direkt. Der Glaube ist nicht zu einem komplizierten Theoriegebäude ausgebaut worden, sondern alles, vor allem Gott, ist sehr lebensnah. „Ihr müsst Gott nur um etwas bitten“, fährt Jahnke fort, „versucht es. Alles Mist, Gott hilf mal. Klar, es geht nicht so: Hey Gott, ich will gerne einen Ferrari. Gott ist kein Zigarettenautomat. Gebet rein, Wunsch raus, so funktioniert das nicht.“

Der Schlüssel zu Gott ist im Glauben der Jesus Freaks die Bibel. Gott funktioniert nicht wie ein Automat, aber in gewisser Weise schon. Man muss nur wissen, wie man ihn füttert. „Alles, was in der Bibel steht, darauf könnt ihr bauen und da steht auch, wie ihr bekommt, was ihr wollt. Die Bibel ist Gottes Wort und unumstößlich. Gott ist praktisch und funktioniert. Er ist keine Theorie, die nur hochgebildete Theologen verstehen. Die haben auch nur diese Bibel, und da steht alles einleuchtend drin.“

Einige Jesus Freaks gehen bei der Predigt richtig mit, andere lauschen eher andächtig, in sich versunken, den Worten Jahnkes. Am Ende finden sich die Jesus Freaks in Dreiergruppen zusammen und beten.


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Jeder findet den Weg zu Gott

Als Konkurrenz zu den etablierten Kirchen sehen sich die Jesus Freaks keinesfalls. „Kirchen sind gut“, erklärt uns Eddy Ewert, „für die Leute, die dort hingehen, sind sie das Richtige. Für uns konnte es damals nicht alles sein, es musste greifbarer gemacht werden, nicht so theoretisch. Gott ist doch auch real. Jeder muss seinen eigenen Weg zu Gott finden und für uns ist es dieser, wir würden aber nie einen anderen Weg zu Gott verurteilen oder mies machen“, beteuert Ewert.

„Wir sind in stark christlich geprägten Familie aufgewachsen“, bestätigt Gerd Jahnke, „wir wollen eine eigene Gemeinde bauen. Schon mit Jesus, aber nicht wie die Landeskirchen, so hochgeistlich. Klar ist, es gibt einen Gott, die Frage war, wie ist dieser Gott. Wir finden es super heftig, wie der drauf ist, und es musste einfach einen Weg geben, das auch zu vermitteln“, erklärt er die besondere Form des Gottesdienstes der Jesus Freaks.

Jesus Freaks

Gegründet wurden die Jesus Freaks vor zehn Jahren in Hamburg [...].

Die Celler Gruppierung besteht seit sechs Jahren. Anfangs gab es noch keinen Raum für die Treffen. „Da haben wir die im Sommer immer draußen gemacht und im Winter in diesem EC-Automatenraum der Sparkasse“, erinnert sich Eddy Ewert. Erst seit drei Jahren sind die Jesus Freaks nun in Vorwerk.

Jeden Sonntag ab 16 Uhr ist Andacht in der Ströherstraße 14 in Vorwerk. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.jesusfreaks.de.

Aktualisierung: Die Gottesdienste finden nicht mehr in der Ströherstraße statt, sondern in der Biermannstraße 16, immer sonntags ab 15 Uhr!

Stellungnahme zu dem am 02.01.2003 in der CZ erschienenen Artikel von Thorsten Leonhardt.

Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit, die unserem Anliegen und dem Inhalt unseres Glaubens gewidmet wurde.

Es soll betont werden, dass es uns jedoch nicht in erster Linie um unseren Glauben als Gegenstand oder die besondere Form unserer Gottesdienste geht, sondern vielmehr die Person, an die wir gemeinsam mit vielen Christen aus den verschiedensten Kirchen und Gemeinschaften glauben: Jesus Christus. Er ist der Sohn Gottes, der als Mensch geboren wurde, um uns den Tod für unsere Sünde abzunehmen. Er starb am Kreuz, damit für uns der Weg zu Gott frei ist, den unsere Sünde zuvor versperrte.

Wir glauben nicht, dass Jesus Christus uns in erster Linie Toleranz lehrte. Insofern distanzieren wir uns von der Aussage, jeder Mensch könne seinen eigenen Weg zu Gott finden.  Dem stellen wir die Aussage Jesu Christi entgegen, der von sich sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich." Dass wir suchende Menschen, die ihr Heil auf einem anderen Weg suchen, nicht verurteilen, hat nichts mit einer Toleranz zu tun, die jeden Weg als gleichwertig anerkennt. Unsere Haltung hat hingegen ihre Wurzel in der absoluten Liebe Gottes zu uns Menschen, die er in Jesus Christus gezeigt hat, indem dieser für uns starb. Jeder Mensch, ganz gleich, auf welche Abwege er geraten ist, wird von Gott geliebt und als Person akzeptiert - das bedeutet jedoch nicht, dass alle Haltungen und Sichtweisen jedes Menschen vor Gott richtig sind oder von anderen Menschen hingenommen werden müssen.

Wir kennen Jesus Christus, den Schöpfer dieser Welt, keineswegs als einen automatisierten Gott: die Bibel ist keine Betriebsanleitung für einen Apparat, sondern sie ist Gottes ewige Botschaft an uns, die nicht vergehen wird. In der Bibel sagt Gott: "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen." Jesus Christus ist laut Bibel das lebendige Wort Gottes. Er ist vom Tode auferstanden und lebt noch heute. Im Gebet haben wir nicht das Ziel, einen Mechanismus mit vorgefertigten Bibelversen in Bewegung zu setzen; vielmehr begegnen wir in unseren frei formulierten Gebeten dem auferstandenen Jesus Christus, der zwar nicht sichtbar, aber nach Aussage der Bibel in geistlicher "Form" anwesend ist. Es wird auch erlebt, dass Jesus Christus aktiv auf unsere Gebete antwortet, was für eine lebendige Person nichts allzu ungewöhnliches ist: die Dinge, um die im Gebet gebeten wird, treffen ein.

Es geschieht jedoch alles innerhalb einer persönlichen Beziehung zu diesem Gott, der uns erschaffen hat. Er ist nicht nur an bestimmten Plätzen zu finden, wie etwa in einer Kirche, in einem Wald oder auf einem freien Feld, sondern ist schliesslich überall und jederzeit für uns ansprechbar. Dabei handelt es sich nicht um eine Projektion unserer eigenen Gedanken und Wünsche, sondern um die erfahrbare Realität der Gegenwart Gottes, in die laut Bibel derjenige treten kann, der Jesus Christus Glauben schenkt und ihn zum Bestimmer seines Lebens macht.

Es ist richtig, dass unsere Glaubensinhalte in unseren Andachten nicht unbedingt und nicht immer mit akademischer Präzision formuliert werden und unsere Sprache insofern "bodenständig" ist: Jesus Christus ist auch als Gott auf die Erde gekommen und so bodenständig geworden, dass andere Menschen ihn sehen und verstehen konnten. Er läßt jedoch keinen Zweifel daran, dass seine Weisheit nicht von dieser Welt ist und nur derjenige sie verstehen kann, der Gott liebt und kennt. Die Bibel empfielt dem Menschen, weise zu werden. Darunter wird jedoch nicht nur die reine Mehrung von Wissen oder der Gebrauch der Intelligenz verstanden, sondern in erster Linie das Kennenlernen Gottes. Für uns als Jesus Freaks ist es essentiell, dass Gott der Schöpfer des gesamten Universums und der Ursprung allen Lebens ist. Ob unsere Gedanken dabei immer wie in einem Studienseminar ausformuliert werden, ist für uns unerheblich - da ist viel Raum für persönliche Auseinandersetzung mit den Themen, unserem Gott und miteinander.

 

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